In REFIRE erklärt Prof. Dr. Michael Voigtländer, warum der schwach entwickelte REIT-Markt Deutschland derzeit Chancen verbaut.
Die Ausgabe 1 des Immobilien-Monitors ist verfügbar. Diesmal mit folgenden Artikel:
Der komplette Immobilien-Monitor ist als pdf verfügbar.
Seit die Banken- und Finanzkrise Europa erfasst hat, investieren Anleger in Deutschland ihr Geld verstärkt in Wohnimmobilien. Das treibt die Preise derart in die Höhe, dass einige Medien bereits von einer Überhitzung des Marktes sprechen. Eine Blase gibt es allerdings nicht, wie aktuelle Zahlen belegen.
In der aktuellen Ausgabe von REFIRE erläutert Prof. Michael Voigtländer vom IW Köln, warum die Leerstandsraten im Büromarkt ständig steigen und wie die Immobilienwirtschaft hierauf reagieren sollte.
In den 125 größten Städten Deutschlands sind im Schnitt 7,5 Prozent der Büroimmobilien verwaist, in den sieben größten Städten werden sogar mehr als 10 Prozent nicht genutzt. Besonders groß ist die Leerstandsquote in Frankfurt am Main: Im vergangenen Jahr waren in der Bankenmetropole mehr als 18 Prozent der Büros sprichwörtlich ausgestorben. mehr
Tim Clamor, Heide Haas, Michael Voigtländer: Büroleerstand – ein zunehmendes
Problem des deutschen Immobilienmarktes, in: IW-Trends 4/2011 pdf
Michael Voigtländer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Der deutsche Wohnimmobilienmarkt gehört zu den Gewinnern der Finanzkrise. Er erlebte weder die Bildung einer spekulativen Blase noch einen Einbruch. Ursächlich für diese Stabilität ist die hiesige Immobilienfinanzierung. Die Dominanz des Festzinses, die Anknüpfung an den Beleihungswert und die konsequente Einforderung von Eigenkapital haben dazu beigetragen, exzessive Kreditvergaben im Umfeld von Niedrigzinsen zu vermeiden. Während sich in vielen EU-Staaten das Kreditvolumen für Wohnungsbaukredite in den Jahren nach 2000 verdoppelt oder gar verdreifacht hat, entwickelte sich die Kreditvergabe hierzulande fast konstant. mehr
Der deutsche Immobilienmarkt ist fast unbeschädigt durch die Finanzkrise gekommen. Das liegt größtenteils an der Finanzierungsstruktur, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt. So dominieren in Deutschland festverzinsliche Wohnimmobilienkredite. Darlehen mit variablen Zinsen dienen allenfalls der Zwischenfinanzierung, Schwankungen am Kapitalmarkt haben mithin wenig Wirkung.
Zudem werden deutsche Immobilien im Schnitt mit 80 Prozent Fremdkapital finanziert – im Ausland liegt diese Quote deutlich höher.
Ungemach droht nun ausgerechnet durch die neuen Vorschriften zur Stabilisierung des Finanzierungssystems, kurz Basel III. Die Anforderungen für langfristige Darlehen sollen stark steigen, was diese teurer macht. Das könnte viele Darlehensnehmer und Banken dazu bewegen, mehr variable Hypothekendarlehen zu wählen bzw. anzubieten – die Preise würden also häufiger schwanken. Auch die vorgesehene risikounabhängige Eigenkapitalquote von mindestens 3 Prozent könnte besonders den Pfandbriefbanken, die stark im Immobiliengeschäft engagiert sind, das Leben schwer machen. Es rechnet sich für sie schlicht nicht, für ihre eher risikolosen Geschäfte mehr Eigenkapital als bisher aufzubringen.
Ralph Henger, Michael Voigtländer
Immobilienfinanzierung nach der Finanzkrise
IW-Analysen Nr. 73, Köln 2011, 76 Seiten, 18,90 Euro
Versandkostenfreie Bestellung unter: www.iwmedien.de/bookshop
In Deutschland wurden zuletzt wieder mehr Baugenehmigungen erteilt.In diesem Jahr könnte nach Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) die 200.000er-Marke erreicht werden. Das wären 40.000 mehr als im Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2009. Besonders gut für die Bauindustrie ist die Auftragslage in großen Städten wie Berlin und Hamburg. Fern der Zentren sieht es düster aus. Insbesondere die Bauwirtschaft Ostdeutschlands profitiert wegen der schrumpfenden Bevölkerung nicht von der derzeit günstigen konjunkturellen Lage.
Dass sich die Wohnungsmärkte vielerorts stabilisiert haben, hat zwei Ursachen. Zum einen steigen die Einkommen; die Bundesbürger sind daher bereit, mehr fürs Wohnen auszugeben. Zum anderen starten viele Investoren wegen der niedrigen Zinsen neue Bauprojekte. Das treibt Wohnungsmieten und -preise. Allein 2010 legten sie in den größeren Städten um 2 bis 3 Prozent zu. Das ist der stärkste Anstieg seit 1994. Der Untersuchung des IW Köln und der Deutschen Bank Research für die zehn bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands zufolge wird besonders dort viel gebaut, wo die Mieten für Neubauwohnungen und die Kaufpreise für Altbauten anziehen. Paradebeispiele dafür sind Frankfurt am Main, Hamburg und Düsseldorf. In München und Stuttgart dagegen wächst der Wohnungsbestand langsamer, als es die günstigen Voraussetzungen – z.B. hohe Mieten für Neubauwohnungen – erwarten lassen. Bauwillige Investoren finden oft kein entsprechendes Angebot an attraktiven Standorten.
Für seinen Beitrag "The Impact of Demographic Change on the Price Level of Real Estate" erhielt Kirill Pomogajko den diesjährigen Doctoral Prize der European Real Estate Society. In dem Beitrag wird analysiert, inwiefern die zukünftige Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Preisen abgebildet ist. Pomogajko stellte seine Ergebnisse auf der ERES-Konferenz 2011 in Eindhoven im Rahmen einer Poster-Session dar.
Mit dem Kompetenzfeld Immobilienökonomik hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Jahr 2005 ein Forschungszentrum zur Analyse der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Immobilienmärkte ins Leben gerufen. Auf den folgenden Seiten können Sie mehr über unsere Arbeit, unsere Publikationen und unsere Partner erfahren.
IW-Tagung "Nach Fukushima und Finanzkrise: Neue Herausforderungen für die Immobilienwirtschaft"
am 22. Mai 2012 in Berlin Anmeldung
Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe des IW-Immobilien-Monitors: pdf
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Eine Kurzzusammenfassung der Studie "Immobilien 2025" sowie die Prognoseergebnisse für 125 Städte finden Sie hier.
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